Auftakt für mehr Natur und Bewegung

Start der BNE-Projektreihe „Neue Heimat Natur“ im Kloster Tiefenthal

Pünktlich um 16 Uhr brachen erste Sonnenstrahlen durch die dichte Wolkendecke und tauchten den Garten des ehemaligen Klosters Tiefenthal in Eltville am Rhein in ein sanftes, winterliches Licht. In dieser besonderen Atmosphäre fand am Freitag, den 13. Februar 2026, die Auftaktveranstaltung der Projektreihe „Neue Heimat Natur – BNE-Angebote für Geflüchtete im Naturpark RheinTaunus" statt. Unter dem Titel „Warm bleiben! Menschen und Tiere im Winter" kamen erstmals TeilnehmerInnen im mittlerweile als Flüchtlingsunterkunft genutzten Kloster zusammen und wurden von den Naturparkführerinnen Dagmar, Iris und Sandra freundlich begrüßt.

Das Projekt, gefördert durch das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat und unterstützt durch das BNE-Netzwerk Wiesbaden, verfolgt das Ziel, geflüchteten Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zur Natur und Nachhaltigkeit zu ermöglichen, mögliche Ängste abzubauen und Sprache zu fördern.
Zu Beginn der Veranstaltung versammelten sich zehn Frauen, 16 Kinder und die drei Naturparkführerinnen in einem großen Kreis. Ein gemeinsames Kennenlern-Lied sorgte für eine lockere Atmosphäre und diente zugleich als spielerische Vorstellungsrunde. Während anfangs noch etwas Zurückhaltung, insbesondere bei den Kindern, spürbar war, wandelte sich diese schnell in Neugier und Begeisterung.

In der zweiten Phase drehte sich alles um das Thema Wetter. Gemeinsam ordneten die Teilnehmenden verschiedene Wetterphänomene wie Regen, Schnee oder Sonne den Begriffen „warm" und „kalt" zu. Besonders eindrücklich wurde dieses Thema durch eine praktische Erfahrung: In zwei blickdichten Kästen konnten die TeilnehmerInnen Wärme und Kälte mit den eigenen Händen ertasten – mithilfe eines Wärmekissens und eines Kühlakkus.

Anschließend stand passende Kleidung für unterschiedliche Jahreszeiten im Mittelpunkt. Die Kinder waren nun voller Energie und ordneten Kleidungsstücke mit großer Begeisterung den entsprechenden Kategorien zu. In einem anschließenden Wettspiel konnten sie ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen: In zwei Teams traten sie gegeneinander an, um Kleidungsstücke möglichst schnell an einer Leine zu befestigen. Mit viel Freude und lautstarker Unterstützung feuerten sie sich gegenseitig an – und auch zwei Mütter stellten sich schließlich dem freundschaftlichen Wettbewerb.

In der vorletzten Phase widmete sich die Gruppe dem Leben heimischer Tiere im Winter. Gemeinsam wurde erarbeitet, welche Tiere bleiben, welche Winterschlaf halten und welche in wärmere Regionen ziehen.
Den Abschluss bildete eine kreative Praxisphase: In der einsetzenden Dämmerung zog sich die Gruppe ins Innere des Klosters zurück, wo aus Weidenstöckchen und Schnur kleine Futternester für Vögel gebastelt wurden. Diese wurden mit Meisenknödeln bestückt und anschließend im Garten aufgehängt. Zum Abschluss erhielt jedes Kind ein Arbeitsheft, um das Gelernte weiter zu vertiefen. Nach zwei Stunden gemeinsamen Entdeckens, Spielens und Lachens kehrten die Kinder in ihre Unterkunft zurück – bereichert durch neue Erfahrungen und voller Vorfreude auf das nächste Treffen am 13. März 2026.

Eingetragen am: 14.02.2026

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